Die Idee:
Ich erinnere mich noch gut als ich in Kindertagen den Film Arielle die Meerjungfrau im Kino gesehen habe. Ich war damals überweltigt gewesen von der Schönheit dieses Nixenwesens. Ich habe nach dem Kinobesuch meinen Vater gefragt ob Arielle wirklich im Meer schwimmt. Der lachte nur und sagte: "Ja sicher, im Meer schwimmt viel Ariel.". Was steckt eigentlich dahinter? Wie lange können wir das noch so machen? Wie wirkt es sich auf die Umwelt aus wenn wir tagtäglich mehr Reinigungsmittelhaltiges Abwasser in unser Ökosystem leiten?
Auf die Idee das Experiment mit der Gartenkresse durchzuführen hat mich meine Biologie Leherin gebracht als wir kurz vor dem Abitur das Thema Ökologie durchgenommen haben. Wir sprachen damals im Unterricht über die Wirkunsweise von abiotischen (unbelebten) Faktoren auf Lebewesen innerhalb eines Ökosystems. Jeder im Kurs bekam drei Anzuchtöpchen und ein par Samen in die Hand gedrückt und durfte sich einen abiotischen Faktor aussuchen dessen Wirkung er untersuchen wollte. Dabei mussten alle anderen abiotischen Faktoren gleich gehalten werden. Ich habe mir damals den Faktor Wasserqualität im Bezug auf chemische Verschmutzungen durch Waschmittel ausgesucht und das Experiment mit großem Enthusiasmus durchgeführt.
Und so wird es gemacht:
Untersucht wird die Abhängigkeit der Gartenkresse von nur einem abiotischen Faktor aus. Deshalb ist es wichtig das alle anderen vorhandenen Faktoren gleich bleiben. Die Samen werden abgezählt und gleichmäßig in mit Watte ausgepolsterte Ahnzuchttöpfchen gegeben. Das ganze wird in einem Terrarium gschützt auf am Fenster der Ostseite des Hauses aufgestellt. Der Versuch wird über einen Zeitraum von zwei Wochen durchgeführt. Die Pflänzchen werden zunächst eine Woche unter exakt gleichen Bedingungen aufgezogen. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Testgruppen nur noch mit Waschmittel versetztem Wasser gegossen und die Veränderungen protokolliert. Ziel des Versuches ist es herauszufinden in wie Weit Waschmittelzusätze die wir tagtäglich verwenden sich auf die Umwelt auswirken bzw. in wie fern die Gartenkresse abhängig vom abiotischen Faktor Wasserqualität im Bezug auf chemische Verschmutzungen ist.
Das aus Waschmittel bestehende Umweltgift wird aus Waschpulver hergstellt in dem Wasser und Waschmittel (Ariel) zu gleichen Teilen miteinander gemischt werden. Auf Grund dieses Mischungsverhältnis kann im Verlauf des Versuches leicht berechnet werden wie viel von dem Umweltgift dem Gießwasser zugeführt worden ist. Während des Verlaufes der zweiten Versuchshälfte wird Die Dosis des Umweltgiftes wird jeden Tag verdoppelt. Da es sich bei der Versuchsanordnung um einen Versuch mit zwei Testgruppen (T1, T2) und einer Kontrollgruppe von je 11 Samen Pro Gruppe handelt werden für beide Kontrollgruppen unterschiedlich hohe Giftdosen veranschlagt die schrittweise erhöht wird.
Wer das ganze mal nachmachen möchte oder schlichtweg sich einen faulen Lenz in Biologie machen will kann hier das
Versuchsprotokoll, das
Zeitraffervideo und die
Photosammlung beziehen. Das Material ist für den Unterricht freigegeben und darf auch in veränderter Form Für Unterrichtszwecke verwendet werden. Ich wünsche viel Spaß und Guten Appetit.