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In meiner Freizeit beschÀftige ich mich viel mit Elektronik, Technik und GerÀten. Hier auf meinen Laborseiten stelle ich die Ergebnisse meine Projekte vor.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Dingen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau (Wird auch niemals fertig werden, keine Sorge...)

Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, die hier gezeigten Experimente und Basteleien sind lebensgefĂ€hrlich und richten sich ausschließlich an Fachleute mit entsprechender Sachkenntnis. Das hier gezeigte erfordert einen sicheren Umgang mit Hochspannung, Strom, Lasern und Giftstoffen. Die Warnung ist ernst gemeint und ich hafte weder fĂŒr PersonenschĂ€den oder SachschĂ€den!
TheLab - Imaginary Machine

Ein 19-Zoll-Rack im Design einer Connection-Machine:

Bei dem nun folgenden Projekt ging es darum ein Rack-GehĂ€use im Stiel einer Connection Machine zu bauen. Connection Machines (AbgekĂŒrzt "CM") waren wĂŒrfelförmige GerĂ€te zur Bearbeitung von parallelisierbaren Problemen, vornemlich fĂŒr die KI-Forschung (Neuronale Netze etc.). Die GerĂ€te bestanden aus einer mehreren hundert prozessoren die sich ĂŒber ein internes Netzwerk verschalten ließen. Wen das interessiert der kann ja mal danach suchen. Mich haben weniger die technischen Details sondern viel mehr das Design fasziniert. Ich wollte soetwas haben und da ich sowieso auf der Suche nach einem neuen Rack war habe ich mir etwas ausgedacht. Bei der Nahmensgebung habe ich einen Namen gewĂ€hlt der mir schon lĂ€nger im Kopf rumschwirrte: "Imaginary Machine", kurz "IM", benannt nach dem mathematischen Konzept der imaginĂ€ren Zahlen.

Front-panel LEDs:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Bei den Connection Machines hatte, so erzĂ€hlt man sich jedenfalls, jeder Prozessor eine AktivitĂ€ts-LED. Eine CM hatte also eine Menge Panel LEDs! Die LEDs saßen an der Kante einer Platine. je 2 Gruppen aus 8 Platinen steckten in einem Cage. So entsteht das Charakteristische Muster aus je zwei rechteckingen LED-Feldern pro TeilwĂŒrfel. In meiner Version habe ich die LED-Felder mit LED-Panelen wie sie in Werbedisplays verwendet werden realisiert. Ich musste ein wenig auf den Platz achten, schließlich wollte ich ja noch Computer ins innere meiner IM stellen. Da kamen mir die flachen LED-Panel von Adafruit gerade recht. Wer nĂ€heres dazu wissen möchte kann hier weiterlesen.

Power Management:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Ein vernĂŒnftiges Powermanagement durfte natĂŒrlich auch nicht fehlen. Deshalb habe ich gleich noch 7 programmierbare Steckdosen (am 8. Kanal hĂ€ngen die LED-Panels) und eine Möglichkeit zum Steuern der Reset/Power buttons meiner Rechner eingebaut. Als Interface dienen primĂ€r 4 (programmierbare) Knöpfe und LEDs an der Front. Der Rest kann per SSH gesteuert werden, denn das ganze wird von einem mini-PC (APU) gesteuert. Auch hierzu gibt es eine separate Projektseite. Wen das interessiert kann hier weiterlesen. Da ich eine Abneidgung gegen Standby-GerĂ€te habe muss jedes GerĂ€t bei mir einen Aus-Schalter haben der das GerĂ€t von Netz vollstĂ€ndig trennt. Der Ein/Aus-Schalter sollte am Frontpanel sitzen. FĂŒr einen großen Schalter war dort jedoch kein Platz. Ich habe schließlich einen Schalter gefunden der gepasst hat. Dieser konnte aber die zu erwartenden Ströme nicht schalten. Außerdem wollte ich die hohen Ströme nicht in die TĂŒre (dazu spĂ€ter mehr) und wieder zurĂŒck leiten. Ich habe es dann schließlich so gebaut das der Front-Schalter einen SchĂŒtz im inneren schaltet. Ist der Schalter aus, ist auch der SchĂŒtz aus und die vollstĂ€ndige Netztrennung ist gegeben. An der ganzen Anlage hĂ€ngt nun mein ganzer Schreibtisch, also Monitor, mein Terminal und der ganze Rest and StandbygerĂ€ten. FrĂŒher hatte ich das auch, das hat dazu gefĂŒhrt das durch die Inrush-Current der GerĂ€te regelmĂ€ĂŸig die Sicherung folg. Das ist jetzt gelöst, denn die Steuerung schaltet die Rechner nach einander ein.

Verwendung als 19-Zoll Rack:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Am Ă€ußeren Design habe ich nicht viel geĂ€ndert. Im Inneren habe ich im richtigen Abstand Rack-Schinen eingebaut, so das man ganz normale 19-Zoll-GerĂ€te einbauen kann. Da meine Workstations schon 19-Zoll-GehĂ€use haben war das auf jeden Fall ein Muss (Ich habe eine ausgesprochene Vorliebe fĂŒr 19-Zoll). Ich wollte auf jeden Fall an die GerĂ€te jederzeit heran können. Also habe ich meinen IM-Schrank mit einer TĂŒr versehen. Die TĂŒr ist zweiflĂŒgelig und wird mit einem Magnetschnappschloss verschlossen. Jetzt versteht man auch wieso der Netzschalter möglichst flach sein musste. Denn hinter der TĂŒre befinden sich gleich die 19-Zoll GerĂ€te. Da 19-Zoll eher hochkant ist war links und rechts noch etwas Platz. Diesen habe ich erstmal mit Blindpanelen versehen. Man kann dort spĂ€ter, falls nötig noch etwas einbauen (z.b. ein externen 5,25-Zoll Laufwerk o.Ă€.). Auf der RĂŒckseite habe ich den Schrank einfach offen gelassen. Mein altes Rack hatte eine TĂŒre, das war oft hinderlich. Hier ist von außen alles zugĂ€nglich. Die RĂŒckseite zeigt ohnehin zur Wand da sieht man das auch kaum.

Verglasung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Dem Schrank habe ich eine Außenhaut aus Glas verpasst. Man kann sich im Internet glas auf Zuschnitt bestellen. Der Markenname ist "Lacobel". Dieses Glas ist von der RĂŒckseite lackiert und sieht dadurch komplett schwarz aus, obwohl es sich um preiswertes Normalglas handelt. Die Außenhaut war aber dennoch recht kostspielig. Man braucht wenn man die TĂŒre nicht mitrechnet schon 12 Scheiben. Bei der Front war es problematisch. Ich brauchte ja aussparungen fĂŒr die LED-Panel. Ich habe mich dort fĂŒr Scheiben aus getöntem Glas entschieden die ich dann selbst von der RĂŒckseite lackiert habe. Das ist nicht so einfach, mit Fliesenlack und vielen weiteren Tricks ist es mir dann aber doch gelungen. Zur Not hĂ€tte es aber auch eine Lacobel-Scheibe getan bei der ich die Aussparung vorsichtig freigekratzt hĂ€tte. Ich habe, auch deshalb weil ich nichts anderes gefunden habe, Floatglas mit einer glatten OberflĂ€che verwendet. Das Vorbild hat jedoch eine matte oberflĂ€che (Vermutlich Acrylglas, rot getönt).

Lasercut-Teile:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Der Schrank besteht im Kern aus Holz. Ich habe Holz verwendet da das ein Material ist mit dem ich schon viel Erfahrung Erfahrung habe und gut zurecht komme. Trotzdem kommt Holz hier an seine Grenzen. Da das ganze lackiert wird ist es schwer eine vernĂŒnftige OberflĂ€che zu bekommen. Deshalb auch die Außenhaut aus Glas. Damit allein bekommt man aber noch keinen Detailreichtum hin. Ich wollte auf jeden Fall auch so schöne KĂŒhlrippen haben wie mein Vorbild. Nach einigem Hin und Her war klar das hier nur Lasercut-Acrylglasteile in Frage kommen. Ich habe schließlich in Berlin auch eine Firma gefunden die entsprechende Maschinen fĂŒr einen monatlichen Pauschalpreis vermietet. Nach ein wenig ausprobieren hatte ich den Dreh raus und so habe ich sĂ€mtliche Plastikteile an meiner IM im Lasercut-Verfahren hergestellt.

Planung mit 3D-CAD:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Auch wenn das Design mit den acht WĂŒrdeln die einen großen WĂŒrfel bilden auf den ersten Blick recht simpel erscheint war es doch eine große Herausforderung das ganze zu planen. Ich habe dazu zunĂ€chst ein 3D-Model in OpenSCAD erstellt. Dieses Programm ist eigentlich dazu da CAM-Files fĂŒr 3D-Drucker zu erstellen, allerdings hat dieses Programm auch eine Print-Funktion. So habe ich mir bei jedem rechteckigen Teil eine Zeile mit den Maßen ausgeben lassen. Damit habe ich mir die Teile dann im Baumarkt schneiden lassen. Zur Verifikation und als Hilfe beim Zusammenbau habe ich mir natĂŒrlich nochmal klassische 2D-CAD Zeichnungen gemacht. Was ich sagen will ist das obwohl das ganze auf den ersten Blick einfach erscheint, doch am Ende recht komplex war und es hat sehr geholfen das ganze vorher als 3D-Modell ansehen zu können.

Schlussbemerkung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrĂ¶ĂŸern Das Projekt hat diesmal ungewöhnlich lang gedauert. Das lag vor allem an meiner knappen Freizeit und daran das ich mir die Glasfront and der TĂŒre davongeschwommen ist. Der Grund hierfĂŒr war das die Scheiben nur an ihrer Lackschicht aufgehĂ€ngt sind. Das hat die Lackschicht nicht ausgehalten. Die Scheiben werden jetzt durch einen Metallhaken am unteren Rand unterstĂŒtzt und sind besser verklebt. Auch das Holz hat mir diesmal wieder zu Schaffen gemacht. Es ist einfach nicht möglich im Hobbykeller absolut perfekt zu arbeiten. Auch wenn man sich die Teile im Baumarkt zusĂ€gen lĂ€sst und der Zuschnitt absolut perfekt ist. Es schleichen sich einfach Fehler ein, diese addieren sich und schon hat ist man irgendwo 2mm vom Soll entfernt. Auf sowas sollte man gefasst sein man muss dann halt die Tricks kennen Fehler zu verstecken. Auch bei mir gab es wieder eine Menge Probleme. Aber trotz allem bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden. Wieder ein Tolles Designermöbel mehr in meinem Zimmer! Wer sich jetzt auch soetwas bauen will, wird andere Anforderungen und Ideen haben. Ich habe mich dennoch dazu entschlossen alle CAD-Zeichnungen zu veröffentlichen. Vielleicht findet ja jemand Inspiration darin um sein eigenes Projekt zu realisieren.

Download der CAD-Zeichnungen, einschließlich 3D-Modell:
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Tip: Schau dir doch auch mal meine Computersammlung an!
(c)2001-2018 Philipp Maier, Hohen Neuendorf